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o etwas erlebt man auch nicht alle Tage. Ein verwirrt wirkender Mann versuchte dreimal seinen alten Golf auf dem REWE-Parkplatz einzuparken. Und bei jedem Versuch schaffte er es das Fahrzeug rechts neben ihm zu beschädigen. Das fand er aber nicht besonders schlimm, denn er war der Meinung, dass er das andere Fahrzeug bei seinen drei parkversuchen weder berührt noch beschädigt hat. Ein Optimist offenbar, einer bei dem das Glas immer halb voll ist, und sicherlich nicht halbleer.
Er versuchte nicht den Halter des anderen Fahrzeugs zu finden, und auch die Polizei hat er natürlich nicht informiert. Zum Glück haben andere Kunden den Parkmeister beobachtet, und die Halterin, die beim Bäcker saß, über den Vorfall informiert.
Der Unfallverursacher ging in der Zwischenzeit gemütlich bei REWE einkaufen. Ein anderer Kunde versuchte das noch zu verhindern, und machte ihn darauf aufmerksam, dass er ein Auto beschädigt hat, und die Polizei informiert wurde. Daraufhin meinte der Unfallverursacher, dass es am dem anderen Auto angeblich keine Schäden gäben würde, und betrat das Geschäft.
Noch bevor er mit dem Einkauf fertig war, traf die Polizei ein, und wurde von den Umstehenden informiert. Als der Unfallverursacher zu seinem Fahrzeug zurückkam, sprach ihn die Polizei natürlich an. Der Fahrer bestritt, dass er bei seinen Parkversuchen das andere Fahrzeug berührt hätte, und natürlich behauptete er auch, dass das andere Fahrzeug keine Schäden hätte.
De Polizei zeigte ihm dann den Schaden an seinem Fahrzeug, und auch die Schäden an dem weißen Auto der Geschädigten. Dazu gehörte z. B. eine Delle im hinteren Radlauf links. Obwohl dies deutlich erkennbar war, behauptete der Mann, dass da gar kein Schaden wäre. Außerdem bezeichnete er das Auto der Frau als „alte Karre“, dabei war das Auto noch nicht einmal halb so alt, wie der alte Golf des Fahrers.
Die Polizei wollte nicht mehr mit dem Herrn diskutieren, und forderte ihn deshalb auf die Papiere zu zeigen. Das gestaltete sich ziemlich schwierig. Er schaffte es zwar noch seinen alten grauen Führerschein vorzuzeigen, aber dann stockte es. Mehrfach forderte die Polizistin den Mann ihr die restlichen Papiere zu teigen, aber es sah nicht so aus, als ob er das richtig mitbekommen hat. Die Polizistin fragte ihn dann auch, ob er ihr überhaupt folgen könne.
Es dauerte etwas, bis der Mann die Frage beantwortete. Er meinte zwar „JA“, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass das wirklich stimmt. Sicherheitshalber fragte die Polizistin noch, welchen Wochentag wir haben. Auch dies dauerte etwas, aber dann konnte der Mann tatsächlich sagen, dass wir Mittwoch haben.
Noch komplizierter wurde es, als die Polizistin das Datum wissen wollte. Der Mann meinte zunächst, dass heute der 13. wäre. Knapp daneben. Dann meinte er aber, dass am Freitag der 10. wäre, was richtig war. Die Polizistin beließ es dabei, vermutlich ging sie davon aus, dass der Mann es schaffen könnte von 10 rückwärts zu rechnen.
Völlig verwirrt war der Mann also nicht, aber er war sicherlich auch nicht ganz dabei. Es war sicherlich richtig, dass die Polizei dem Unfallverursacher die Weiterfahrt verbot, und jemand vorbeikommen misste, um den alten Golf, und dessen Fahrer abzuholen.
Vermutlich hätte der Unfallverursacher bei der Ausfahrt vom Parkplatz noch weitere Fahrzeuge beschädigt. Bei den Papieren sah es schlecht aus. Nur den Lappen, also den alten grauen Führerschein, und eine Bankkarte hatte er dabei. Fahrzeugschein oder Personalausweis, führte er anscheinend ncht mit.
