Am Samstag fand in Gelsenkirchen ein Stadtteil-Frühstück in der Feldmark statt. Ich war nicht dort, sondern ich war bei REWE-SCHIEFER, und habe dort mal wieder bei MALZERS gefrühstückt.

Jedes Unternehmen ist natürlich bestrebt besonders freundliche Mitarbeiter einzustellen, besonders dort, wo Mitarbeiter mit Kunden zu tun haben. Das ist bei REWE und bei MALZERS nicht anders, allerdings klappt das nicht immer.

Vorweg, ich bin sowohl mit REWE und auch mit dem Bäcker MALZERS sehr zufrieden. Ok, es gibt bei REWE eine Frau, die nicht immer besonders freundlich ist, aber das ist nichts im Vergleich zu der einen Mitarbeiterin von MALZERS, die mir durchaus schon öfters etwas unangenehm aufgefallen ist. Die meisten Mitarbeiter dort sind schon sehr freundlich, aber die eine ältere Schwarzhaarige hat es am Samstag deutlich übertrieben. Das ist unverschämt, das geht gar nicht.

Die Theke bei MALZERS ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Im größeren Bereich auf der linken Seite findet der Verkauf von Brot, Brötchen und Kuchen zum Mitnehmen statt, und der kleinere Bereich auf der rechten Seite dort werden Brötchen, Frühstück und Kaffee hergestellt, für Kunden, die beim Bäcker etwas verzehren möchten.

Logischerweise kann es dann schon mal dazukommen, dass die Mitarbeiter nicht immer alle Kunden in der richtigen Reihenfolge bedienen. Das ist mir aber in der Regel egal. Man muss ja auch noch bedenken, dass ich als Rollstuhlfahrer kleiner bin, und mich die Mitarbeiter im Verkaufsbereich nicht immer gleich wahrnehmen, dass ich im Bistrobereich warte.

Heute war also der Verkaufsbereich gegen 12:30 Uhr gut besucht, und ich war alleine im Bistrobereich. Dann kam ein Ehepaar von Verkaufsbereich, mit einer neuen Verkäuferin in den Bistrobereich. Ob das Ehepaar wirklich vor mir dran war oder nicht, kann ich nicht sagen, ist für mich aber auch unerheblich. Zumindest wurde das Ehepaar vor mir bedient.

Die neue Verkäuferin war etwas langsam, und brauchte für das Fleischwurstbrötchen und das Panini, sowie die 2 Kaffee deutlich länger, als man es gewohnt ist. Doch auch das ist egal, wir waren alle mal jung, oder in der Ausbildung, und auch wir brauchten damals bestimmt länger, als jemand der schon Jahre in dem Beruf arbeitet.

Die neue Verkäuferin brauchte vielleicht auch deshalb etwas länger, weil sie es mit dem Schneiden der Fleischwurst sehr „genau“ nahm. Als sie fertig war, und das Ehepaar bezahlt hatte, und das Tablett zum Tisch gebracht hatte, kam der Mann gleich wieder zurück, und beschwerte sich darüber, dass die Fleischwurst sehr dünn geschnitten war. Ich habe das belegte Brötchen gesehen, und muss sagen, dass der Kunde recht hatte. Ich selber bestelle dort meistens auch ein Fleischwurstbrötchen, habe mich aber an diesem Tag lieber für ein Brötchen mit Mett entschieden, als ich dieses dünnen Fleischwurstscheiben gesehen habe.

Die Kritik des Kunden war also nachvollziehbar, ohne dass ich deswegen die Verkäuferin wirklich kritisieren will, ich bin mir sicher, dass sie zukünftig noch lernt, wie man so ein Brötchen richtig belegt.

Der Kunde beschwert sich also über die dünne Fleischwurst, und das Problem wäre doch einfach zu lösen gewesen. Man legt noch 2 Scheiben drauf, und das Problem wäre gelöst, der Kunde wäre zufrieden, und MALZERS wäre davon nicht pleite gegangen. Doch da hat man die Rechnung ohne die unfreundliche Verkäuferin gemacht. Die mischte sich ein, und meinte jetzt, dass der Kunde die zusätzlichen Wurstscheiben extra bezahlen muss. Zähneknirschend hat der Kunde das akzeptiert, und durfte der schwarzhaarigen Verkäuferin nochmal 1,20 € bezahlen. Begeistert war der nicht. Da macht eine Verkäuferin einen Fehler, und für das Beheben dieses Fehlers muss der geschädigte Kunde nochmal 1,20 € extra bezahlen. Das geht doch mal gar nicht.

Ich habe mich aber nicht eingemischt. Dieser Hinweis ist wichtig, nicht damit man denkt, die unfreundliche Verkäuferin hätte später deshalb so unverschämt reagiert, weil ich mich zuvor in das Verkaufsgespräch eingemischt hätte.

Normalerweise bestelle ich bei MALZERS  ein Brötchen mit Fleischwurst und einen mittleren Kaffee für 3,99 €. Weil auch ich gesehen habe, dass die Scheiben bei dem vorherigen Kunden äußerst dünn waren, habe ich darauf verzichtet, und lieber einen Kaffee, ein Brötchen, und ein Stück Mettwurst bestellt. Ob der Preis von 3,95 € der korrekte Preis war, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ich meine aber eher nicht.*1

Früher fuhr ich mit dem Rollstuhl in den Eingangsbereich von REWE, und ging dann die paar Meter zu Fuß zu MALZERS. Das Tablett mit meiner Bestellung habe ich dann selbst mit beiden Händen zum Tisch getragen. Das mache ich aber nicht mehr, seitdem ich meinen neuen Rollstuhl habe. Der neue Rollstuhl ist so verstellbar, dass ich damit auch unter die Tischplatte fahren kann. Man wird halt älter, und mein zusätzlicher Oberschenkelhalsbruch hat meiner Mobilität natürlich weiter geschadet.

Ich fahre also mit dem Rollstuhl bis zum Tisch, und kann deshalb das Tablett nicht mehr selber zum Tisch bringen, denn meine rechte Hand kann ich jetzt nicht mehr zum Tragen benutzen, sondern brauche die zum Steuern des Rollstuhls. Außerdem ist es im Bistrobereich sehr eng, da kommt man schon mit dem Rollstuhl alleine kaum vorbei. Wenn ich jetzt mit einer Hand das Tablett zum Tisch befördern würde, würde das bestimmt hin und wieder zum Verlust des Kaffees etc. führen. So eine Sauerei will wahrscheinlich keiner.

Es gab da bisher auch nie Probleme. Nach dem Bezahlen brachte mir die Verkäuferin selbstverständlich zum Tisch. Heute hat die neue Verkäuferin das einfach nur vergessen, und gleich den nächsten Kunden bedient, während ich bereits am Tisch saß. Auch darüber will ich mich nicht beschweren, so etwas kann mal passieren, besonders wenn viel zu tun ist.

Das folgende Gespräch sollte ich sicherlich nicht mitbekommen. Die schwarzhaarige Verkäuferin sagte der jungen Verkäuferin, dass sie mir gleich noch das Tablett an den Tisch bringen soll. Sie kommentierte dies mit,

der kann das nicht selber,

dann korrigierte sie sich, und meinte dann,

der kann das schon, der will das nur nicht.

Damit ist hier ein Level erreicht, wo ich nicht mehr bereit bin mir ihre Unfreundlichkeit zu akzeptieren.

Wenn diese Frau in ihrem Job überfordert ist, dann soll sie sich einen anderen suchen.

Noch ein Hinweis. Einige hundert Meter weiter gab es mal GATENBRÖCKER, das war am Anfang mal ein gut besuchter Bäcker.

Allerdings beschäftigte man dort auch eine äußerst unfreundliche Verkäuferin. Diese Verkäuferin war regelmäßig Gesprächsthema unter den Kunden, und war für viele Kunden der Grund dafür, dass sie von GATENBRÖCKER zu MALZERS gewechselt waren. Die Unfreundlichkeit dieser Verkäuferin waren der Grund, dass ein Kunde mal meinte:

Die muss wahrscheinlich mal wieder richtig durchgef… werden.

Inzwischen ist diese Filiale geschlossen. Es lohnt sich also auf die Freundlichkeit seines Personals zu achten.

 

Ich habe keine Probleme mit MALZERS oder den anderen Verkäufer oder Verkäuferinnen, deswegen werde ich natürlich noch weiter zu MALZERS fahren, aber auf diese Verkäuferin kann ich gerne verzichten.

 

*1 NACHTRAG

Am Montag war ich wieder bei MALZERS. Es waren 2 Verkäuferinnen im Laden. Darunter auch wieder die schwarzhaarige Verkäuferin, die am Samstag mal wieder unfreundlich war. Heute war sie es nicht. Ich habe ganz bewusst dasselbe bestellt, also Kaffee, Brötchen und ein Stück Mett. Am Samstag kostete mich das noch 3,95 €, wobei ich gleich der Meinung war, dass dieser Preis zu hoch war. Heute bezahlte ich dafür nur 3,67 €. Ein Unterschied von 28 Cent, der den Kohl zwar nicht fett macht, aber meine Vermutung bestätigte, dass ich am Samstag zu viel bezahlen musste.


3 Antworten zu „Ein unmöglicher Besuch bei MALZERS in der Feldmark”.

  1. Avatar von
    Anonymous

    Sende das zur Haupt Filiale und es wird sich mit Sicherheit einer darum kümmern, auch wenn du es nicht mitbekommst, aber sie wird sich rechtfertigen müssen und bekommt einen bösen Finger von der Zentrale gezeigt.

    Gruß aus Huttrop 💪🏻

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  2. Avatar von
    Anonymous

    Na ja, bis auf diesen Kommentar von irgendwem das unfreundliches Personal müsste mal richtig durchge…. werden , kann ich alles gut nachvollziehen !

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  3. Avatar von
    Anonymous

    Ein Kommentar auf TELEGRAM
    Wenn mir an einem Unternehmen etwas stinkt, bekommt die Geschäftsleitung postwendend eine Email. Das Unternehmen hat ein Recht darauf, zu erfahren, wen es da beschäftigt, damit es regieren kann, um größeren Schaden zu verhindern. Und freches Personal hat ein „Recht“ darauf, gemaßregelt zu werden. Im Sinne des Unternehmens und der Kunden.

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