Ich war mal wieder am Knast. Hinter der JVA gibt es jede Menge Brombeeren. Ich habe wieder fleißig gepflückt. Das war keine ganz gute Idee. Erst hatte mich mal wieder festgefahren, und es war sehr schwer da ohne fremde Hilfe wieder rauszukommen. Immerhin, ich habe es dann doch noch geschafft. Dann musste ich wieder nach Hause, und es war schon dunkel. Es gibt da eine Stelle, wo es tiefe Furchen gab. Wasser war da zwar kein drin, es war richtig trocken, aber trotzdem geriet der Rollstuhl so stark in Schieflage, dass das Teil umgekippt ist.
Es war schon dunkel, und da ist nur selten ein Mensch, also war weit und breit niemand zu sehen. Ich musste mir schon selbst helfen. Obwohl ich jetzt in dem umgekippten Rollstuhl gefangen war, schaffe ich es mich zu befreien. Danach musste ich aus dem umgekippten Rollstuhl raus, was mir auch noch gelungen ist.
Immerhin, draußen war ich jetzt, aber ich musste ja auch wieder auf die Beine gelangen. Nicht ganz einfach, denn normalerweise brauche ich ja die Hilfe des Rollstuhls um aufzustehen. Ein Rollstuhl, der auf der linken Seite liegt, kann dabei keine große Hilfe sein. Zum Glück hatte ich mir nichts gebrochen oder sonst eine schwere Verletzung, so schaffte ich es dann doch, mich an dem Rollstuhl festzuhalten, ein Stück hochzuziehen, und dann hochzudrücken, bis ich wieder stand.
Jetzt musste ich nur noch den schweren Elektrrorollstuhl aufrichten, was aber leichter war, als zunächst gedacht. Ich habe dann das Teil rückwärts wieder rausgefahren, natürlich zunächst ohne mich, damit das Teil nicht gleich wieder umfällt. Dann habe ich einen neuen Anlauf genommen, an der Stelle vorbeizufahren, was auch klappte, weil ich mich jetzt weiter rechts gehalten habe.
Außer einer Zerrung im linken Arm ist mir aber anscheinend nichts wirklich passiert. Nue die Hälfte der gepflückten Brombeeren habe ich dabei wieder verloren.
